Airbus in DeutschlandUnsere Standorte

Mit ihrer starken Präsenz in Deutschland prägt die Airbus die deutsche Luftfahrtindustrie seit Jahrzehnten. Einige der größten und wichtigsten Standorte des Unternehmens sind hier angesiedelt.

Nachhaltige sozio-ökonomische Auswirkungen

Fakten und Zahlen zur Airbus in Deutschland

Die starken deutschen Wurzeln der Airbus liefern wichtige Impulse für das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit – davon profitiert der Konzern genauso wie der Industriestandort Deutschland. 2015 arbeitete die Airbus mit knapp 13.000 externen Zulieferern in Deutschland zusammen und kaufte Waren und Dienstleistungen im Wert von 6 Mrd. EUR ein. Dabei wurde ein Umsatz von ca. 4,5 Mrd. EUR mit Kunden in Deutschland erwirtschaftet.

13.000 Mitarbeiter

Seit Gründung der Gruppe im Jahr 2000 stieg die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland um mehr als 13.000.

Die Airbus beschäftigt in Deutschland an insgesamt 29 Standorten knapp 48.000 Mitarbeiter, und damit etwa die Hälfte aller Beschäftigten in der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie. Die herausragende Bedeutung Deutschlands innerhalb der Airbus in Deutschland ist daran zu erkennen, dass seit der Gründung im Jahr 2000 die Anzahl der Mitarbeiter um mehr als 13.000 gestiegen ist. In Zusammenarbeit mit seinen Kunden entwickelt der Konzern darüber hinaus hochmoderne Technologien und maßgefertigte Produkte, die dazu beitragen, die nationale Sicherheit  zu stärken. Dazu zählen beispielsweise Militärhubschrauber, Satellitenprogramme für eine sichere militärische Kommunikation sowie der Eurofighter, Europas größtes gemeinsames Beschaffungsprogramm.

Automatische Erkennung von Bakterien mit mikromechanischen Filtern von Speetect – ein eigenfinanziertes Start-up-Unternehmen am Ludwig Bölkow Campus in Ottobrunn/Taufkirchen.

Die Airbus ist ein Innovationsmotor. Im Jahr 2015 investierte die Gruppe rund 3,5 Mrd. EUR in eigenfinanzierte Forschung und Entwicklung – und ist damit eines der zehn forschungsstärksten Unternehmen Deutschlands. Mit rund 11.000 Patentfamilien und über 37.000 Einzelpatenten ist der Konzern zudem weltweit einer der größten Innovationsträger. Umweltfreundlichen Technologien kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. So liegt in Deutschland einer der Forschungsschwerpunkte des Unternehmens auf der Gewinnung von Biotreibstoff aus Algen.

Darüber hinaus engagiert sich der Konzern für junge Talente aus der Wissenschaft und startete im Jahr 2012 am Standort Ottobrunn bei München ein einzigartiges Projekt: Mit dem Ludwig Bölkow Campus werden Wissenschaft und Industrie ihre Kräfte in gemeinsamen Forschungsvorhaben bündeln. Auf dem Campus wird zukünftig nicht nur an aktuellen Themen wie „grünes Fliegen“ geforscht. Ebenso sollen Studenten die Möglichkeit erhalten, Abschlüsse in neuen Studiengängen der Luft- und Raumfahrt zu erwerben. Ein Gründerzentrum sorgt dabei für den schnellen Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Industrie.

Karriere in der Luft- und Raumfahrt

In Zahlen

Airbus beschäftigt derzeit ca. 2,000 Auszubildende in Deutschland und über 1,500 Praktikanten, Werkstudenten sowie Diplomanden und Doktoranden.

Die Airbus in Deutschland ist nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber, sondern setzt auch auf die Ausbildung junger Menschen. Von immer größerer Bedeutung ist das Duale Studium, das drei bis fünf Jahre Studium mit praktischer, fachorientierter Ausbildung in einem Unternehmen verbindet. Airbus hat Partnerschaften mit Organisationen wie Femtec geschlossen, die Studentinnen der Ingenieurs- und Naturwissenschaften in Deutschland fördert. Studierende sollen durch die Teilnahme an Technologieprojekten innerhalb des Unternehmens für technische Berufe begeistert werden.

Facility in Germany
Deutsche Standorte besitzen Kernkompetenzen für wichtige Programme wie die EC135, A320neo, Eurofighter und Ariane 5.

Von Hamburg aus in den Himmel

In Hamburg werden die fertig montierten A380-Flugzeuge lackiert.

Die Zivilflugzeugsparte von Airbus stellt fast ein Drittel aller deutschen Arbeitsplätze in der zivilen Luftfahrt. Das macht landesweit rund 20.000 Beschäftige aus. Drei Viertel davon arbeiten am Standort Hamburg. Dank jahrzehntelanger Erfahrung spielt die Hansestadt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung und Fertigung aller Airbus-Programme. In Hamburg ist das Programm-Management für die A320-Flugzeugfamilie angesiedelt. Für die A318, A319, A320 und A321 finden hier sowohl Fertigung von Strukturteilen als auch Endmontage statt.

Mehr als die Hälfte der Single-Aisle-Jahresproduktion wird von Hamburg an Kunden aus aller Welt ausgeliefert. Der Standort hat ebenfalls umfangreichen Anteil am A380-Programm: So befindet sich hier unter anderem die Strukturmontage und Ausrüstung für die vorderen und hinteren Rumpfsegmente sowie die Kabinenausstattung und Lackierung. Für Airlines aus Europa und dem Mittleren Osten erfolgt in der Hansestadt ebenfalls die Abnahme und Auslieferung.

Beim A330 und A350-XWB-Programm spielt der Standort Hamburg ebenfalls eine Schlüsselrolle: Wie beim A380-Programm werden vordere und hintere Rumpfsegmente montiert und ausgerüstet.

3.000 Mitarbeiter

Mehr als 3.000 Menschen arbeiten in der Zivilflugzeugsparte am Airbus-Standort in Bremen.

Ganz in der Nähe, in Bremen, sind über 3.000 Mitarbeiter in der Zivilflugzeugsparte am Airbus-Standort in Bremen beschäftigt. Hier werden die Hochauftriebshilfen für die Tragflächen aller Airbus-Programme entworfen, gefertigt, eingebaut und getestet. Die Seitenleitwerke für alle Airbus-Programme werden in Stade in einem der weltweit führenden Zentren in der Verwendung von kohlenfaserverstärktem Kunststoff (CFK) gefertigt – dem Leichtbau-Verbundwerkstoff, der von Airbus mehr und mehr für den Flugzeugbau genutzt wird. Weiterhin entstehen hier unter anderem Großbauteile aus CFK für Tragflächen und Rumpf der A350 XWB. In Stade sind rund 2.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Airbus Defence and Space:

Die europäische Nummer eins im Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäft

Das Test- und Forschungsflugzeug Barracuda ist Teil der umfassenden UAS-Kompetenz von Airbus Defence and Space (UAS - Unmanned Aerial System, unbemanntes Flugzeugsystem).

Hauptsitz von Airbus Defence and Space ist Ottobrunn/Taufkirchen bei München. Hier findet sowohl die Produktion von Solargeneratoren für Satelliten statt als auch die Entwicklung und der Bau von Raketentriebwerken und Schubkammern für die Ariane 5. Darüber hinaus wurde in Ottobrunn das Nahinfrarotspektrometer NIRSpec für das James Webb Space Teleskop der NASA gebaut. Das Spektrometer kann schwächste Strahlungen von den entferntesten Galaxien aufspüren.

Das Kompetenzzentrum für die militärische Luftfahrt ist Manching. Hier wird das Eurofighter-Programm durchgeführt, einschließlich Endmontage, Systemtests und Testflüge für die Luftwaffe. An diesem Standort werden außerdem sämtliche anderen Fluggeräte der Bundeswehr von Airbus Defence and Space gewartet. Manching ist auch das Forschungs- und Entwicklungszentrum für die unbemannte Luftfahrt. Hier werden unbemannte Systeme wie das Test- und Forschungsflugzeug Barracuda sowie innovative Demonstratoren wie der Quadcruiser entwickelt.

Der Standort von Airbus Defence and Space in Ulm ist die Hochburg der Radartechnologie in Deutschland. Hier werden das Bordradar des Eurofighters, Systeme zur Grenzüberwachung, Schiffsradare für die Marine oder auch Radarantennen für Satelliten entwickelt und gefertigt.

Am Standort in Bremen werden für den Militärtransporter A400M integrierte Rumpfbaugruppen einschließlich Frachtladesystem entwickelt und gefertigt. Bremen ist auch bekannt als Kompetenzzentrum für Raumtransport, bemannte Raumfahrt und Weltraumrobotik. Die hochspezialisierten Mitarbeiter arbeiten an wichtigen Programmen wie dem Versorgungstransporte ATV, der Trägerrakete Ariane 5 und der Orion-Raumkapsel MPCV – ein gemeinsames Projekt von NASA und ESA. Bremen verantwortet zudem den Betrieb der europäischen Komponenten der Internationalen Raumstation ISS.

Am Standort von Airbus Defence and Space in Friedrichshafen liegt der Schwerpunkt der Tätigkeiten auf dem Bau von Satelliten und Sonden für die Erdbeobachtung, Navigation, Meteorologie sowie für die Erforschung des Weltalls. Zum Produktportfolio am Standort zählen außerdem Aufklärungs- und Überwachungssysteme, Avioniksysteme, Unbemannte Flugsysteme, Hinderniswarnsysteme für Hubschrauber, Führungs- und Kommunikationssysteme, Mobile Lazarett- und Schutzsysteme sowie Sensoren für Luftaufklärung und Raumfahrt.

Airbus Helicopters: Zentrum der deutschen Hubschrauberindustrie

Airbus Helicopters ist Kernproduzent und Service-Anbieter für zukunftsweisende Hubschraubertechnologien wie die EC145 T2.

Airbus Helicopters hat in Deutschland rund 7.000 Beschäftigte. Donauwörth ist der Hauptstandort des Unternehmens in Deutschland und zweitgrößter Standort des Hubschrauberherstellers weltweit. Hier werden beispielsweise die H135 und H145 entwickelt, produziert und vermarktet sowie der Unterstützungshubschrauber Tiger und der Transport-/Marinehubschrauber NH90 für die Bundeswehr  und ausländische Kunden.

Ein Entwicklungszentrum mit rund 800 Ingenieuren macht Donauwörth zum Kompetenzzentrum für zukunftsweisende Hubschraubertechnologien in Deutschland. Im Military Support Center werden Hubschrauber der Bundeswehr betreut, gewartet und auf den neuesten Stand der Technik gebracht, darunter die Hubschraubertypen CH-53, Sea Lynx und Sea King.

Nicht nur Helikopter sondern auch die Fertigung von Flugzeugtüren gehören zum Kerngeschäft in Donauwörth. Rund 80% aller Airbus-Türen werden hier unter Einsatz modernster Fertigungstechnologien produziert.

Ein weiterer Standort von Airbus Helicopters in Deutschland ist in Kassel. Hier werden Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie der Einbau von Sonderausstattungen ausgeführt und technische Schulungen abgehalten.